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Clitheroe Castle
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Clitheroe Castle ist eine Burgruine in der Stadt Clitheroe in der englischen Grafschaft Lancashire. Die frĂŒhmittelalterliche Burg war der Caput des Honour of Clitheroe, eines weitlĂ€ufigen Anwesens in den Pennines.cite-ref-adams180-1-0[1]
Die AnfĂ€nge ihrer Geschichte liegen im Dunkeln, aber sie soll normannischen Ursprungs sein, vermutlich im 12. Jahrhundert gebaut. Das Anwesen gehörte der Familie De Lacy und fiel spĂ€ter an das Earldom und schlieĂlich das Herzogtum Lancaster. 1660 kam die Burg in den Besitz von George Monck, 1. Duke of Albemarle und blieb bis 1920 in privater Hand. Dann wurde sie an die Bevölkerung von Clitheroe zum Bau eines Kriegerdenkmals verkauft. Heute ist in den GebĂ€uden das Clitheroe Castle Museum untergebracht.
Der Donjon ist der zweitkleinste bis heute erhaltene steinerne Donjon in England. Seit 10. April 1915 gilt die Burgruine als Scheduled Monument.cite-ref-he-2-0[2] English Heritage hat sie seit 19. Mai 1950 als historisches GebÀude I. Grades gelistet.cite-ref-he2-3-0[3]
Contents
âą Geschichte
âą Hintergrund
âą Ursprung
âą Aufbau
âą Der Donjon
âą Rittersaal
⹠GefÀngnis
âą Museum
⹠BurggelÀnde
âą Burgfelsen
âą Literatur
âą Weblinks
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Geschichte
Hintergrund
Nach der normannischen Eroberung Englands war die angelsĂ€chsische Harde Blackburnshire Teil eines Lehens, das an Roger Poitevin vergeben wurde, und das Domesday Book zeigt, dass er es an Roger de Busli und Albert de Gresle weitervergeben hatte.cite-ref-farrerbrownbillc232-4-0[4] Clitheroe wird namentlich nicht genanntcite-ref-farrerbrownbillc360-5-0[5] und man nimmt an, dass Blackburn frĂŒher das Verwaltungszentrum war.cite-ref-farrerbrownbilla271-6-0[6] WĂ€hrend der Regentschaft von Wilhelm Rufus gab De Poitou Blackburnshire und das Gebiet von Bowland nördlich des River Ribble (unter Craven im Domesday Book) an den englischen Baron Pontefract, Robert de Lacy.cite-ref-farrerbrownbilla313-7-0[7]cite-ref-whitakera328-8-0[8] Als De Poitou 1102 seine englischen LĂ€ndereien verlor, erlaubte König Heinrich I. De Lacy nicht nur, diese LĂ€ndereien zu behalten, sondern gab ihm noch die von Chipping, Aighton und Dutton dazu.cite-ref-farrerbrownbilla282314-9-0[9]cite-ref-bemerkung1-10-0[10]cite-ref-farrerbrownbillc230-11-0[11] Clitheroe wurde das Zentrum dieses Honours.
Das Tal des River Ribble bildete lange Zeit eine wichtige Transportroute; eine römische StraĂe verlĂ€uft dort nur wenig sĂŒdlich des BurggelĂ€ndes.cite-ref-farrerbrownbillb523524-12-0[12] Der steile Kalksteinfelssporn, der sich 39 Meter ĂŒber das umgebende Land erhebt, ist strategisch gĂŒnstig gewĂ€hlt, um den Durchgang zu sperren und einen guten Ausblick ĂŒber die Umgebung zu erhalten.cite-ref-he-2-1[2]
Ursprung
Ein Dokument aus dem 14. Jahrhundert namens Historia Laceiorum schreibt den Bau der Burg Robert de Lacy (â 1193), dem Enkel des ersten Robert de Lacy, zu.cite-ref-bemerkung2-14-0[14]cite-ref-16[15.1]cite-ref-best6-17-0[16] Auch wenn es allgemein anerkannt ist, dass er den Donjon bauen lieĂ, nimmt man an, dass einige der Befestigungen auf dem BurggelĂ€nde damals bereits existierten.cite-ref-adams180-1-1[1]
Man hat darĂŒber spekuliert, ob eine hölzerne Festung an dieser Stelle bereits vor der normannischen Eroberung Englands existierte.cite-ref-langshaw8-18-0[17] Eine Referenz zu castellatu Rogerii pictaviensis im Eintrag im Domesday Book fĂŒr das nahegelegene Barnoldswick hat zu der Ansicht gefĂŒhrt, dass sie erstmals vor 1086 von Roger Poitevin errichtet wurde.cite-ref-bemerkung3-19-0[18]cite-ref-whitakerb7577-20-0[19] Andere sind der Ansicht, dass diese Passage sich eher auf Lancaster Castle bezieht.cite-ref-best3-21-0[20]
Es wird angenommen, dass sich in Clitheroe 1102 eine Burg befunden habe, da Robert de Lacy GrundstĂŒcke, die vorher Orme le Engleis gehört hatten, in der Kernburg und darunter, an Ralph le Rous vergab.cite-ref-whitakerb21-22-0[21]cite-ref-farrerbrownbillb523524-12-1[12] Eine Charta von 1122 erwĂ€hnt auch die Burgkapelle. Im Sommer 1138 verheerte eine schottische Streitmacht unter William FitzDuncan die Gegend und schlug eine englische Streitmacht in der Schlacht von Clitheroe. Auch wenn die Burg in den bekannten Berichten ĂŒber die Schlacht nicht erwĂ€hnt wurde,cite-ref-edwards371-23-0[22]cite-ref-24[15.2] könnte sie dennoch der Grund fĂŒr die Wahl des Ortes der Schlacht gewesen sein.cite-ref-best4-25-0[23]
SpÀtes 12. Jahrhundert bis 14. Jahrhundert
Weitere Bauarbeiten lieĂ Ende des 12. Jahrhunderts Robert de Lacy (â 1193) durchfĂŒhren.cite-ref-he-2-2[2] Dieser starb ohne Erben und seine LĂ€ndereien fielen an seine Base und deren Enkel Roger, den Konstabler von Chester Castle. Dieser Ă€nderte seinen Familiennamen in De Lacy und seine Nachkommen waren ab 1232 auch Earls of Lincoln.cite-ref-farrerbrownbilla319-26-0[24]
Wegen der Rebellion des Bruders Johann von König Richard I. in den 1190er-Jahren war die Burg mit einer Garnison belegt.cite-ref-bemerkung4-27-0[25]cite-ref-28[15.3]cite-ref-best8-29-0[26] Anfang des 14. Jahrhunderts wurden Reparaturen an den GebĂ€uden in der Burg ausgefĂŒhrt und ein neues Tor gebaut.cite-ref-he-2-3[2] Nachdem Henry de Lacy, 3. Earl of Lincoln, 1311 in London gestorben war, ging das Eigentum an seinen LĂ€ndereien auf Thomas of Lancaster, 2. Earl of Lancaster, ĂŒber, der mit der Tochter und Erbin Henry de Lacys, Alice, verheiratet war.cite-ref-farrerbrownbilla311312-30-0[27] Als Sir Adam Banastre 1315 eine Rebellion gegen den Earl anfĂŒhrte, war Clitheroe Castle eine der Burgen, von der Waffen geplĂŒndert wurden.cite-ref-ashworth24-31-0[28] Das Eigentum des Earls of Lancaster fiel nach dessen Verurteilung und Tod 1322 heim, seinem Bruder Henry wurden seine LĂ€ndereien zugesprochen, die spĂ€ter Teil des Herzogtums Lancaster wurden.cite-ref-farrerbrownbilla296297-32-0[29]
15. bis 17. Jahrhundert
Im 15. Jahrhundert wurden weitere Reparaturarbeiten unternommen und 1425 eine neue Schlafkammer angebaut.cite-ref-he-2-4[2] In den Rosenkriegen ordnete König Eduard IV. Reparaturen fĂŒr ÂŁ 200 an der Burg an,cite-ref-langshaw14-33-0[30] danach scheint sie verfallen zu sein.cite-ref-ashworth24-31-1[28] Aufzeichnungen des Herzogtums ĂŒber das Honour zeigen, dass die Burg in den 1480er-Jahren sowohl einen Konstabler als auch einen Kustodian hatte.cite-ref-whitakera267-34-0[31] Ein Bericht von 1602 beschreibt die Burg als sehr ruinös und warnt davor, dass die GebĂ€ude einzustĂŒrzen drohten. Ein weiterer Bericht von 1608 stellt fest, dass Teile der verfallenen GebĂ€ude bereits eingestĂŒrzt seien.cite-ref-farrerbrownbillc363-35-0[32]
1644, im englischen BĂŒrgerkrieg, hinterlieĂ Prinz Ruprecht auf seinem Weg zum Entsatz der parlamentaristischen Belagerung von York eine Garnison auf der Burg. Sie reparierten den Haupteingang und bestĂŒckten die Burg mit VorrĂ€ten, nur um sie nach der Niederlage der royalistischen Truppen in der Schlacht von Marston Moor wieder aufzugeben. Als sich die Miliz von Lancashire 1649 auflösen sollte, weigerte sie sich und besetzte die Burg eine kurze Zeit lang wĂ€hrend eines Streites ĂŒber nicht bezahlten Sold. Im selben Jahr fand sich Clitheroe Castle unter den Burgen, die auf Anweisung des Parlaments geschleift werden sollten, um ihre weitere militĂ€rische Nutzung zu verhindern. Allerdings ist nicht sicher, was daraufhin an der Burg tatsĂ€chlich zerstört wurde.cite-ref-best1213-36-0[33]
1660 vergab König Karl II. die Burg und ihr Honour als Belohnung an George Monck, 1. Duke of Albemarle, weil dieser ihm geholfen hatte, die Krone wiederzuerlangen.cite-ref-he3-37-0[34] Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Burg Sitz des Stewards des Honours.cite-ref-ashworth13-38-0[35]
18. Jahrhundert bis heute
Das Eigentum an der Burg wurde anschlieĂend in der Familie weitervererbt auf die Dukes of Buccleuch.cite-ref-whitakera253-39-0[36]cite-ref-he3-37-1[34] Ein Grundriss der Burg von 1723 soll entstanden sein, als ein neues Haus fĂŒr den Steward gebaut wurde.cite-ref-edwards369-40-0[37] Aber es scheint, dass etwa in dieser Zeit ein groĂer Teil der verbleibenden Kurtine abgerissen wurdecite-ref-farrerbrownbillc363-35-1[32]cite-ref-clarke397402-41-0[38] und an ihrer Stelle terrassierte GĂ€rten angelegt wurden.cite-ref-farrerbrownbillb524-42-0[39] Die Burg wurde bis 1822 als Verwaltungszentrum fĂŒr Blackburnshire genutzt. Dann wurde fĂŒr diesen Zweck die Stadthalle in der Church Street gebaut.cite-ref-he3-37-2[34]
1848, als die Ruine des Donjons einzustĂŒrzen drohte, entschloss man sich, eine Reihe weiterer Reparaturen durchzufĂŒhren. Mindestens ÂŁ 221 wurden fĂŒr die Arbeiten ausgegeben, die den Neubau des Treppenturmes,cite-ref-adams183-43-0[40] umfangreiche Arbeiten an der Ostecke,cite-ref-farrerbrownbillc363-35-2[32] die teilweise Neuverkleidung innen und auĂen mit Kalkstein aus Chatburncite-ref-adams188189-44-0[41] und den Anbau einer Reihe von Strebewerken an der SĂŒdwest- und SĂŒdostwandcite-ref-ashworth24-31-2[28] umfassten.
Das Burganwesen erwarb das damalige Borough Council nach öffentlicher Ausschreibung im November 1920 von John Douglas-Scott-Montagu. 2. Baron Montagu of Beaulieu fĂŒr ÂŁ 9500, um ein Kriegerdenkmal fĂŒr die 260 Soldaten aus der Stadt zu bauen, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren.cite-ref-he3-37-3[34]
Ende der 1980er-Jahre wurden an der SĂŒdostfassade der Donjons umfangreiche Erhaltungsarbeiten durchgefĂŒhrt.cite-ref-best16-45-0[42] Als Teil des Neuaufbaus des Museums wurden 2008 weitere Restaurierungsarbeiten am Donjon durchgefĂŒhrt und die erste Prospektion einschlieĂlich Versuchsgrabungen auf dem GelĂ€nde abgeschlossen.cite-ref-lt2008-46-0[43]cite-ref-burnleyexpress-47-0[44]
Aufbau
Das Dokument ĂŒber das Scheduled Monument klassifiziert Clitheroe Castle als Enclosure Castle, weil das wichtigste Verteidigungswerk die Kurtine war, die um das GelĂ€nde verlief.cite-ref-he-2-5[2] Es handelte sich im Wesentlichen um eine Motte, die den natĂŒrlichen Felssporn als Mound nutzte.cite-ref-adams183-43-1[40] Der Donjon ist der zweitkleinste aus Stein gebaute in England.cite-ref-he-2-6[2] Nachdem der Donjon so klein war, vermutet man, dass andere wichtige GebĂ€ude, wie der Rittersaal, an der Stelle gestanden haben mĂŒssen, an der heute die Lehrreihe steht.cite-ref-ashworth24-31-3[28] Ein Bericht von 1602 erwĂ€hnt âMr Audior's chamberâ, den Rittersaal und die Speisekammer.cite-ref-farrerbrownbillc363-35-3[32] Wahrscheinlich gab es dort auch noch Stallungen und WohngebĂ€ude fĂŒr die dort stationierten Soldaten.cite-ref-adams185-48-0[45] In der SĂŒdwestecke des GelĂ€ndes neben dem Haus des Stewards befand sich frĂŒher der KĂŒchengarten.cite-ref-he3-37-4[34] Der mittelalterliche Donjon und Teile der Kurtine sind bis heute erhalten, die mittelalterlichen GebĂ€ude der Vorburg gibt es nicht mehr. Es existieren unterirdische Ăberreste des EingangsgebĂ€udes zur Burg und weiterer GebĂ€ude.cite-ref-he-2-7[2] Ein Dokument von 1304 erwĂ€hnt GrĂ€ben und BurggrĂ€ben, von denen man glaubt, dass sie etwas entfernt von der Burg weiter unten gelegen waren, aber diese wurden seither verfĂŒllt.cite-ref-farrerbrownbillb524-42-1[39]cite-ref-clarke397402-41-1[38] Der FuĂweg, der den Mound bis zum Donjon hinauffĂŒhrt,cite-ref-clarke401-49-0[46] und der westliche Zugangsweg zur Burg sind vermutlich spĂ€tere Zubauten.cite-ref-farrerbrownbillb524-42-2[39]
Der Donjon
Der Donjon ist ein rechteckiger Turm mit flachen Pilastern an den Ecken, die WehrtĂŒrmen Ă€hneln, und 2,7 Meter dicken WĂ€nden an der Basis. Das Erdgeschoss soll von oben durch eine FalltĂŒr zugĂ€nglich gewesen sein und an drei Seiten (mit Ausnahme der Nordwestmauer) zurĂŒckgesetzte SchieĂscharten in den Mauern gehabt haben. Zwei davon sind in EingĂ€nge umgewandelt, der dritte an der SĂŒdwestmauer ist zugemauert worden. Der Haupteingang zum Donjon befand sich im ersten Obergeschoss an der Nordwestseite und war ĂŒber eine AuĂentreppe zugĂ€nglich. Daneben, im westlichen Eckturm, ist der untere Eingang zu einer Wendeltreppe, die heute bis auf 14 Meter ĂŒber dem Boden nach oben fĂŒhrt, etwas höher als die anderen bis heute erhaltenen Mauern. Der Donjon hatte vermutlich eine BrĂŒstung mit mindestens einer Tourelle oberhalb der Wendeltreppe. Im ersten Obergeschoss gab es eine weitere TĂŒr in der SĂŒdwestmauer und zurĂŒckgesetzte SchieĂscharten in den anderen Mauern. Die TĂŒr könnte zu den Ringmauern der angrenzenden Kurtine gefĂŒhrt haben.cite-ref-farrerbrownbillc363-35-4[32] Was heute ein weiterer Durchgang daneben zu sein scheint und durch einen rechtwinkligen Durchgang in den Donjon fĂŒhrt, war tatsĂ€chlich eine Mauerkammer mit Tonnengewölbe, die vermutlich an ihrem Ende eine SchieĂscharte in der Mauer hatte, die heute aufgebrochen ist.cite-ref-clarke400-50-0[47] Diese Kammer könnte ein Aborterker gewesen sein, aber dies ist strittig.cite-ref-adams191-51-0[48] Die Mauern darĂŒber zeigen keine Spuren irgendwelcher Ăffnungen, nicht einmal zum Treppenhaus.cite-ref-farrerbrownbillc363364-52-0[49] Die Restaurierungsarbeiten könnten jeden Beweis fĂŒr einen Durchgang zu einem eventuellen zweiten Obergeschoss mit Schlafkammern entfernt haben, oder die Mauern verdeckten ein geneigtes Dach, Ă€hnlich dem am Donjon von Peveril Castle.cite-ref-adams191-51-1[48] Es gibt auch keine Hinweise auf offene Kamine in irgendeinem Teil des Donjons.cite-ref-farrerbrownbillc363364-52-1[49] FĂŒr die Reparaturen, die wĂ€hrend der Restaurierung durchgefĂŒhrt wurden, verwendete man Kalkstein aus SteinbrĂŒchen im nahegelegenen Dorf Chatburn, sodass man die Zubauten heute identifizieren kann.cite-ref-adams191-51-2[48]
Das Loch
Die SchieĂscharte an der SĂŒdostseite des 1. Obergeschosses ist heute aufgeweitet,cite-ref-adams188-53-0[50] vermutlich das Ergebnis natĂŒrlichen Verfalls.cite-ref-ashworth24-31-4[28] Es gibt eine lokale Legende, dass der Teufel einmal Felsen in einer SchĂŒrze gesammelt und einen Felsbrocken von einer Stelle auf dem Pendle Hill namens Apronful (dt.: eine SchĂŒrze voll) auf die Burg geschleudert habe. Aber die SchĂŒrze riss, sodass ein Haufen Steine herunterfiel und dafĂŒr sorgte, dass der Felsbrocken stattdessen in der NĂ€he der Dorfkirche von Pendleton landete.cite-ref-barrowcloughhallam9395-54-0[51] Der BurgfĂŒhrer erwĂ€hnt diese lokale Legende: âMan sagt immer, dass das Loch in der Mauer des Donjons von Cromwell im englischen BĂŒrgerkrieg stamme. Es ist nur eine Geschichte, aber man sagt, dass er die Burg angriff und sie mit einer Kanone vom Pendle Hill aus beschoss â es muss schon eine fĂŒr damalige Zeiten gute Kanone gewesen sein, wenn sie so weit schieĂen konnte!âcite-ref-ashworth24-31-5[28]
Torhaus und Kurtine
Es ist anzunehmen, dass der Torhausturm in etwa an der Stelle der heutigen steinernen TorsĂ€ulen an der Auffahrt zum Museum gestanden hat.cite-ref-he3-37-5[34] Vermutlich verlief eine hohe, mit Zinnen versehene Mauer um den Gipfel des HĂŒgels, bog hinter dem Haus des Stewards ab und lief hinter der Galerie des Stewards und um den Donjon herum.cite-ref-farrerbrownbillc363-35-5[32]cite-ref-whitakera256-55-0[52] Eine Skizze aus dem 16. Jahrhundert zeigt ein viereckiges, zweistöckiges Torhaus mit einem normannischen, gerundeten Eingang, wobei die TĂŒr eine Schlupfpforte enthielt;cite-ref-edwards368369-56-0[53] ein kleiner Teil könnte in der Mauer östlich davon erhalten sein. Möglicherweise Ă€hnlich dem Obergeschoss auf Tickhill Castle könnte das Obergeschoss hier als Wohnung fĂŒr den Kustodian gedient haben, der auch als GefĂ€ngniswĂ€rter arbeitete. Westlich davon ziehen die Ăberreste der Kurtine den HĂŒgel hinauf und bilden die Verbindung zur Mauer auf dem Gipfel.cite-ref-adams185-48-1[45] Man denkt, dass die 1,8 Meter dicke Mauer, die den Donjon an drei Seiten umschlieĂt, aus einer frĂŒheren Bauphase als der Donjon selbst stammt.cite-ref-farrerbrownbillb524-42-3[39] Es könnte ein frĂŒherer, gröĂerer Donjon mit einer Reihe von Anbauten gewesen sein, von dem spĂ€ter der sĂŒdliche Teil abgerissen und der heutige Donjon im Inneren gebaut worden sein könnte. Wie der Donjon wurde auch dieser Teil der Mauer Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut, wobei die damals durchgefĂŒhrten Arbeiten von den Originalen zu unterscheiden sind. Die nordwestliche AuĂenfassade ist dabei am besten erhalten.cite-ref-adams191192-57-0[54] Ein Abschnitt der westlichen Kurtine in der NĂ€he des Brunnens ist heute noch erhalten, ist aber inzwischen von den anderen Mauerteilen durch die Stallungen und die GerichtsgebĂ€ude getrennt. Die Burg wurde vermutlich in eine Kern- und eine Vorburg getrennt, wobei ein zweites Torhaus und/oder ein Graben ĂŒber den Eingang zur Kernburg wachte. Von diesem Torhaus und/oder Graben ist allerdings keine Spur erhalten.cite-ref-adams186-58-0[55] Die Gartenterrassen, die Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt wurden, haben einen GroĂteil des GelĂ€ndes durchschnitten und machen es schwierig, die Grenzen des BurggelĂ€ndes zu erkennen.cite-ref-farrerbrownbillb524-42-4[39]
Kapelle von St Michael de Castro
Die Kapelle von St Michael in der Burg ist in den Chartas ab 1120 erwĂ€hnt und war kirchlich getrennt von der alten Pfarre von Whalley. Einige Aufzeichnungen nennen sie auĂergemeindlich, und sie ist manchmal als Pfarrkirche der Burg und des Fronhofes, zu den Walddistrikten des Honours gehörig, beschrieben.cite-ref-farrerbrownbillc369-59-0[56] Die Kapelle hatte verstĂ€rkte Mauern und bildete einen Teil der Kernburgmauer.cite-ref-he-2-8[2] Sie lag am sĂŒdlichen Ende der Terrasse in der NĂ€he der alten Stallungen.cite-ref-he3-37-6[34] Als Henry de Lacy (ca. 1251â1311), Whalley den Mönchen von Stanlaw (Whalley Abbey) ĂŒberlieĂ, behielt er die Kapelle und ihren Distrikt. 1334 klagte die Abtei gegen dieses Vorgehen und kaufte dann 1365 schlieĂlich das Kirchenpatronat von John of Gaunt.cite-ref-farrerbrownbillc369-59-1[56] Nach der Auflösung der englischen Klöster Ende der 1530er-Jahre wurden die Gaben, die sie unter den Mönchen erhalten hatte, an die Kapelle in Whitewell ĂŒbertragen.cite-ref-whitakera258-60-0[57] 1660 war die Kapelle bereits eine Ruine und der Zuschuss fĂŒr den Kaplan wurde an die Kirche St Mary Magdalene in Clitheroe ĂŒbertragen.cite-ref-best13-61-0[58] Im Jahre 1717 war von der Kapelle nicht als verfallene Mauern ĂŒbrig.cite-ref-farrerbrownbillc369-59-2[56]
Rittersaal
Die Kernburg enthielt vermutlich auch einen Rittersaal. Ein Dokument von 1324 bezieht sich auf den Wiederaufbau eines GebĂ€udes, das nach der Menge an Material und Arbeitsstunden, die fĂŒr den Bau benötigt wurden, die richtige GröĂe fĂŒr einen Rittersaal gehabt hĂ€tte. Die Baumaterialien waren 30 Wagenladungen Holz aus Bowland, 12 weitere aus Leagram Park und 45 Wagenladungen Steinschindeln fĂŒr das Dach.cite-ref-adams186-58-1[55] An den Arbeiten waren fĂŒnf Bauschreiner beteiligt und sie dauerten 17 Wochen.cite-ref-langshaw12-62-0[59]
Die Gerichtsverhandlungen der Harde wurden hier abgehalten, wobei der Steward des Honours als Richter agierte. UrsprĂŒnglich gab es alle drei Wochen eine Gerichtsverhandlung, aber irgendwann, vermutlich im 12. Jahrhundert, gab es nur noch zweimal im Jahr eine solche Verhandlung; die dreiwöchigen Verhandlungen wurden auf StreitgegenstĂ€nde bis zu einem Wert von 40 Shillings beschrĂ€nkt. Die Fronhofgrundherrschaften hielten stattdessen ââHalmoteââ-Verhandlungen ab; die fĂŒr die Grundherrschaften Chatburn, Worston und Pendleton fanden ebenfalls auf Clitheroe Castle statt.cite-ref-farrer79-63-0[60]
GefÀngnis
Es ist bekannt, dass die Burg auch als GefÀngnis gedient hat, gelegentlich waren dort wichtige Leute inhaftiert. König Heinrich VI. könnte hier kurzzeitig eingesperrt worden sein, da er 1464, wÀhrend der Rosenkriege, bei Clitheroe gefangen genommen wurde. 1506 wurde der Kustodian in seinem eigenen GefÀngnis festgesetzt, nachdem er an einem Treffen bewaffneter MÀnner in Whalley teilgenommen hatte.cite-ref-best10-64-0[61] Ob der Donjon als GefÀngnis genutzt wurde, ist nicht sicher; es könnte stattdessen einen eigenen Kerker in der Kernburg gegeben haben.cite-ref-langshaw18-65-0[62]
Museum
Heute bilden die GebĂ€ude auf dem BurggelĂ€nde das Clitheroe Castle Museum. Das HauptgebĂ€ude des Museums ist das frĂŒhere Steward's House, ein gelistetes historisches GebĂ€ude II. Grades, das ursprĂŒnglich im 18. Jahrhundert erbaut und spĂ€ter ergĂ€nzt und umgebaut wurde.cite-ref-ashworth5-66-0[63] Im frĂŒheren GerichtsgebĂ€ude befinden sich heute wechselnde Ausstellungen unter dem Namen Steward's Gallery.cite-ref-adams185-48-2[45]cite-ref-ashworth13-38-1[35] Das Museum wurde ursprĂŒnglich 1954 in der Steward's Gallery eröffnet. Es wurde einer ÂŁ 3,5 Mio. teuren Restaurierung und Umgestaltung unterzogen und wurde am 23. Juni 2009 von Richard, 2. Duke of Gloucester, neu eröffnet.cite-ref-ashworth05-67-0[64] Seine sozialgeschichtliche Sammlung besteht aus 5000 StĂŒcken und die geologische Sammlung enthĂ€lt vier Muster figurierter Exemplare. Das Museum besitzt auch kleinere Sammlungen der Naturgeschichte, örtlicher Kunst und zeitgenössischer Kleidung. Die archĂ€ologische Sammlung enthĂ€lt FundstĂŒcke von den Ausgrabungen auf dem BurggelĂ€nde.cite-ref-mdp34-68-0[65]
BurggelÀnde
Das 6,4 Hektar groĂe BurggelĂ€nde wurde als öffentlicher Park angelegt, nachdem das Anwesen von der Verwaltung erworben worden war.cite-ref-he3-37-7[34] Von den 1920 gesammelten ÂŁ 15.000 wurden ÂŁ 9500 fĂŒr den Kaufpreis verwendet und der Rest fĂŒr die Gestaltung des Parks. Er enthĂ€lt die Anfang des 18. Jahrhunderts fĂŒr das Wohnhaus des Stewards angelegten Gartenterrassen.cite-ref-pg-69-0[66] Bowling Greens, TennisplĂ€tze, ein Putting Green, eine KonzertbĂŒhne und ein PavillioncafĂ© wurden angelegt sowie besondere BĂ€ume als Teil der Landschaftsparkgestaltung gepflanzt, z. B. eine Rotbuche oder ein Urweltmammutbaum.cite-ref-ashworth31-70-0[67] Das Kriegerdenkmal, eine Skulptur eines Soldaten auf einem Podest in Trauerpose mit gesenktem Kopf und zurĂŒckgezogenen Waffen, steht sĂŒdlich des Donjons. Ein Schild verkĂŒndet: âAufgestellt von den Einwohnern von Clitheroe in dankbarer Erinnerung an ihre MitbĂŒrger, die ihr Leben fĂŒr die Verteidigung ihres Königs und ihres Landes im GroĂen Krieg 1914â1918 gelassen haben.â Der Bildhauer war Louis Frederic Roslyn. Die gleiche Figur bildet das Denkmal in Slaidburn.cite-ref-iwm-71-0[68]
Das KernstĂŒck des alten Rosengartens sĂŒdlich der Burg ist eine Tourelle vom Palace of Westminster, die der Gemeinde 1937 von ihrem Parlamentsabgeordneten, Sir William Brass zur Erinnerung an die Krönung von König Georg VI. gestiftet wurde.cite-ref-he4-72-0[69] Die auch ââThe Pinnacleââ genannte Fiale stammt aus den UmbaumaĂnahmen am Palace of Westminster Mitte der 1800er-Jahre. Die Clitheroe Civic Society hat das Denkmal ĂŒberholen lassen, nachdem man festgestellt hatte, dass die rostenden Stahlbefestigungen den Stein beschĂ€digt hatten.cite-ref-lt2015-73-0[70]
Im April 2006 wurde ein neuer Skatepark an der Woone-Lane-Ecke des BurggelĂ€ndes offiziell eröffnet; die Baukosten von ÂŁ 200.000 brachte die gemeinnĂŒtzige Lancaster Foundation auf.cite-ref-lt2006-74-0[71] Ebenfalls 2006 wurde ein Rasenlabyrinth, entworfen von Jim Buchanan, eröffnet.cite-ref-pg-69-1[66] 2010 wurden zehn Tafeln, auf denen wichtige Ereignisse in der Geschichte von Clitheroe dargestellt sind an den Mauern des KreativgelĂ€ndes in der NĂ€he des Donjons angebracht.cite-ref-ca2010-75-0[72] Zur Erinnerung an den 400. Jahrestag der Hexenprozesse von Pendle wurde ein Weitwanderweg namens Lancashire Witches Walk geschaffen. Zehn Dreizeiler-Wegmarkierungen, entworfen von Stephen Raw, jede versehen mit einem Vers eines Gedichtes von Carol Ann Duffy, wurden entlang der Route aufgestellt.cite-ref-lw400-76-0[73]cite-ref-lww-77-0[74]
Das jĂ€hrlich in der Stadt aufgefĂŒhrte Feuerwerk Guy Fawkes Night gehört zu den regelmĂ€Ăigen Veranstaltungen auf dem GelĂ€nde.cite-ref-ashworth31-70-1[67]
Burgfelsen
Der Donjon liegt auf dem Gipfel eines groĂen Karbonfelsens, dem höchsten und im weiten Umkreis herausragendsten Punkt. Dieser Felsen wurde jetzt als ein Waulsortian Mudmound identifiziert. Er besteht aus hellgrauem, ungegrĂŒndetem Mikrit, der stark mit Kalzitadern durchzogen ist. Es gibt einige Galenit- und Sphalerit-Mineralisationen in den Adern. Er ist reich an Fossilien: hauptsĂ€chlich Knöchelchen von Seelilien und Haarsternen, zusammen mit Schnecken und ArmfĂŒĂern. Es gab viel Streit darĂŒber, wie solch Mudmounds entstanden sein könnten; eine Theorie fĂŒhrte dazu, dass sie âRiffhĂŒgelâ, âHĂŒgelriffeâ oder âBiothermenâ genannt wurden, aber eine Arbeit von Miller & Grayson erklĂ€rte 1972 ihren Aufbau.cite-ref-millergrayson-78-0[75]cite-ref-kabrna2022-79-0[76] Clitheroe Castle steht auf dem sĂŒdwestlichsten einer Reihe von Mudmounds im Bowland-Unterbasin des Craven-Basins. Er wird âClitheroe-Riff-GĂŒrtelâ genannt. Dort enthalten sind die wichtigen geologische StĂ€tten in den SteinbrĂŒchen von Salthill und Bellman, am Crow Hill sowie in Warsaw, Gerna und Sykes.cite-ref-kabrna19-80-0[77]
Literatur
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Weblinks
Commons
: Clitheroe Castle
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Clitheroe Castle Museum. Ribble Valley Borough Council
âą Website des Forest of Bowland (Area of Outstanding Natural Beauty)
Anmerkungen und Einzelnachweise
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53.8709-2.3931coordinatesKoordinaten: 53° 52âČ 15,2âł N, 2° 23âČ 35,2âł W